META - Tag 8 - Stimm nochmal!

Das Wochenende und ein freier Tag hier in Halle liegen hinter uns und wir sind gestern mit Volldampf in die zweite Woche gestartet. Das heißt für uns, dass das Ende der Arbeit nach und nach in sichtbare Nähe rückt - was hauptsächlich traurig ist, weil wir uns gerade auf einen guten Mix aus Arbeit, Produktivität und Spaß eingeschossen haben. Kenji hat seinen Teil der Gitarrenparts gestern fertig gemacht und nun ist es an Fabi, dem ganzen das I-Tüpfelchen aufzusetzen. 

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In Akribischer Kleinarbeit nimmt META Stück für Stück immer mehr  Gestalt an. Was wir am Ende unseres Aufenthalts hier auf jeden Fall gelernt haben werden, ist pingeligste Genauigkeit. Da wird der vermeintlich gute Take noch ein drittes und viertes Mal eingespielt, weil an der einen Stelle die eine Saite nicht hundertprozentig gestimmt ist. Da ist Christoph als Gitarrist natürlich in seinem Element und hat seine Ohren überall. Alles zu unserem Vorteil - die Gitarren klingen bereits im Rohmix fast schon ekelhaft gut. 

Mit etwas Glück haben wir heute oder morgen Kenji und Fabi arbeitslos gemacht. Auf dem Plan stehen dann nur noch Benny, der die Zeit im Studio für erstaunlich kreative Text- und Melodiearbeit nutzt und Lars, der bislang noch gar nicht am Zug war und entsprechend das große Jucken in den Fingern hat! 

- Kim 

META - Tag 3 - Boah.

Ich bin eins von diesen ätzenden Bandmitgliedern, die erstmal grundsätzlich so lang jeder neuen Songidee skeptisch gegenüber stehen, bis sie vom Gegenteil zu überzeugen weiß. 
Bei den Vorbereitungen für META hat das ganze seinen Zenit erreicht. Ich meine, hier geht es um ein Album. Unser erstes (!) Album. Ganz egal, was diese Band danach von sich geben und veröffentlichen wird… letztendlich prägt das erste Album das Image einer Band ja schon maßgeblich. Hinzu kommt die Entscheidung, alles auf deutsch zu machen. Wir persönlich finden es natürlich total geil - aber es ist eben in dem Genre unüblich und dementsprechend soll das Endergebnis natürlich im besten Sinne auf sich aufmerksam machen. 
Letztendlich ist es aber auch der Arbeitsatmosphäre nicht wirklich förderlich, wenn man nicht aufhört, ewig rum zu mäkeln und das nur aus dem Gefühl heraus, dass das Material zwar nicht schlecht, aber eben auch nicht Smash-hit verdächtig ist. Letztendlich habe ich mich aber immer darauf besonnen, Vertrauen in uns und unser Songwriting zu haben. Vor allem, weil im Proberaum einfach alles so viel anders klingt als fett produziert. War bislang immer so. 

Und dieses mal verhält es sich genauso. Heute war ein verdammt arbeitsreicher und produktiver Tag. Das Schlagzeug ist nun komplett (was mich ehrlich gesagt etwas erleichtert - im Studio spielen ist ja schon immer wieder eine eigene Welt für sich). Anschließend haben wir den Tag genutzt, um einen weiteren Gitarrentrack von Kenjis Seite aus fertig zu machen und zum Schluss haben wir uns an die ersten Vocals gewagt… 

Leute….

Egal, was wir dachten, wie unsicher wir an manchen Stellen waren, als wir hier angekommen sind. Vollkommen egal. Denn der Rohmix und die einzelnen Teile, aus denen sich allmählich nach und nach ganze Lieder formen, klingen so fett, dass wir uns kaum auf den Sofas halten konnten. Ein weiteres Mal erweist Christoph sich als guter Mann, mit dem wir uns auf eine äußerst angenehme, lustige und gleichzeitig kreative Arbeitsatmosphäre eingependelt haben. Hinzu kommt ein Benny, der bislang mit jeder Produktion besser klang und der uns heute einfach mal problemlos an die Wand gepustet hat. 

Unsere Begeisterung wächst mit jedem Take, der aufgenommen wird. Nichts desto trotz machen so viele Stunden in einer Regie voller Typen und lauter Musik den Kopf etwas wirr, was man an der binnen Sekunden eingetretenen Stille hier im Hostelzimmer deutlich erkennen kann. Und in diesem Sinne wünsche ich Euch fürs erste eine gute Nacht. 

- Kim 

META - “Das war gut! Aber machen wir ruhig nochmal”

Schlagzeugtag. Nachdem Kenji gestern die Aufnahmen eingeleitet hat, durfte ich heute weitermachen und die ersten Drumtracks einspielen. Nach vielen Überlegungen, wie man den Ablauf erleichtern und optimieren könnte, ist nach dem ersten Tag die erste Hälfte des Albums aufgenommen. Ich für meinen Teil habe dabei mal wieder festgestellt, wie wenig tolerant Mikrofone selbst bei kleinsten Fehlern sind und wie ekelhaft störend minimalste Ungenauigkeiten sein können. Das Album wird insgesamt um einiges technischer und vor allem wesentlich rhythmusbetonter sein als alle bisher aufgenommenen Lieder und gerade der doch recht stark dazugewonnen MetalCore-Einschlag verlangt uns doch einiges an Präzision ab. Glücklicherweise haben wir mit Christoph einen fähigen Mann vorm Rechner sitzen, der nicht nur macht, dass das alles am Ende auch gut klingt, sondern uns in zwei Tagen schon mit so einigen guten Ideen und Vorschlägen geholfen hat. 

A pro pos MetalCore: Eine Bezeichnung, die ja in Verbindung mit uns recht neu ist. Wieso auf einmal? Ich behaupte, dass es hauptsächlich zweierlei Gründe sind. Zum Einen scheuen wir nach wie vor keinen Vergleich zu unseren musikalischen Vorbildern. Wir sind vor allem im letzten Jahr nicht nur persönlich sondern auch musikalisch sehr stark zusammen gewachsen. Und wenn wir als Band zum allergrößten Teil Interpreten wie Periphery, For Today, Architects, Northlane, August Burns Red, Tesseract und und und hören, spiegelt sich das natürlich irgendwann in unserer Herangehensweise ans Songwriting wieder. Nicht, dass wir uns hinsetzen und bewusst Lieder schreiben, die nach Band xy klingen sollen. Es ist eher ein passiver Einfluss auf unsere Art, zu schreiben. 
Der zweite Grund für den veränderten Stil ist (für mich zumindest. Die anderen schlafen bereits, deswegen kann ich das gerade nicht diskutieren.) irgendwo sicherlich auch der Wunsch danach, sich in neue musikalische Bereiche zu wagen. Bewusst aus unserer Routine brechen und teilweise in die entgegengesetzte Richtung zu gucken. Sich auch mal trauen, etwas technischer zu werden. Die Ideen entscheiden lassen, wie gut man spielt und schreibt - und nicht andersherum. 

Wer jetzt allerdings ein Skill-Feuerwerk und Lieder erwartet, die absichtlich kompliziert geschrieben sind, liegt daneben. Wir haben über die letzten Jahre unsere musikalischen Stärken immer besser erkannt und gefestigt. Mit dem ersten Album waren wir nur so mutig, die mal etwas anders zu verpacken. 

Zu erwarten ist auf jeden Fall ein weitaus dunklerer Sound mit einer ganzen Ecke mehr Aggressivität und Wut. Zweifelsohne wird META ein ganz anderer Härtegrad sein als alles bisher veröffentlichte. Und die Anfänge klingen so verdammt vielversprechend, dass es fast schon ein bisschen schade ist, bis zum Endergebnis noch so viel Arbeit verrichten zu müssen! 

Morgen wird erstmal das Schlagzeug weiter und hoffentlich fertig gemacht! 

Mehr dazu hier und überall, wo man uns findet. 

Gute Nacht,

Kim

Meta - Ankunft

So schnell kanns gehen. Gefühlt gerade erst losgefahren, liegt ein hervorragender erster Studiotag bereits hinter uns. Der gute Christoph von Sawdust Recordings glänzt durch Kompetenz und kann sogar unserem Flinkfinger Kenji noch den einen  oder anderen äußerst hilfreichen Ratschlag mit auf den Weg geben. Wir anderen haben uns derweil damit begnügt, Autos weg zu bringen, die Stadt ein wenig zu erkunden und vor allem mit reichlich Quatsch um jeden Preis die konzentrierte Atmosphäre zu durchbrechen. Ein paar extrem vielversprechene Gitarrenspuren sind auf der Festplatte gelandet und jetzt gerade sind wir derart hochgradig aufgedreht, dass uns unsere Lachmuskeln doch arge Probleme dabei bereiten, die Nachtruhe im Hostel einzuhalten.

Morgen geht es mit den ersten Drumtracks los und damit das gänzlich gegen die Wand gefahren wird, ist jetzt erstmal 
Schlafenszeit angesagt. 
Mehr von uns morgen! 

- Kim

Erste Testaufnahmen

Jap. Auch wir sind mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen und so verrückt, dass wir uns auch mal daran versuchen wollen, unsere Songs mit Sample-Untermalung etwas auszuschmücken. Wie viel Arbeit am Computer das letztlich ist, hätte man mir auch mal vorher sagen können. Wenn man nämlich nicht aufpasst, klingt schnell alles wie die Endgegner-Themes aus den guten Gameboyzeiten. 
Ein deutlicher Vorteil an Samples ist allerdings, dass man sie durchaus auch dafür nutzen kann, neue Songideen mal möglichst “echt” klingen zu lassen und sich so ein Bild davon zu machen, wie sich das Ganze denn aufgenommen und produziert anhören könnte. Für uns macht es einen riesen Unterschied in der Wahrnehmung, ob wir unsere Musik gerade selbst spielen oder einfach nur anhören. Bis jetzt hat es nicht selten zu zündenden Ideen oder auch dazu geführt, dass man ursprünglich langweilig geglaubte Lieder plötzlich echt gut fand. Für das Album haben wir das noch ein wenig verschärft und mal probehalber Benny auf die Sachen einsingen lassen.

So langsam formt sich ein erkennbares Bild um das, was vor einiger Zeit nur Ideen und Vorstellungen waren - und die Vorfreude aufs Studio wächst und wächst! 
Erste Ideen für einen Namen der CD kommen auch schon auf. Dahingehend wird aber vorerst noch nichts genaueres verraten ;) 

Habt einen guten Start in die Woche. 

Kim

So Ihr lieben. 

Wie angekündigt, gibt’s nun endlich ein paar Infos, was das kommende Album und das entsprechende Drumherum betrifft.

Wir sind nach wie vor fleißig dabei, zu schreiben, auszuprobieren, zu verwerfen und das Ganze wieder von vorn durch zu spielen. Da es ja unser erstes Album wird, ist dies eben auch die erste Phase für uns, in der wir so speziell nur auf das Songwriting konzentriert sind. Grundsätzlich ist das Schreiben für uns natürlich nach über sechs Jahren nichts allzu neues… Doch das Schreiben für ein komplettes Paket, das durch Songs geprägt sein soll, die einerseits individuell stark sind, aber auch im Kollektiv Sinn ergeben und auf der Platte gut zusammen arbeiten, ist eben Neuland für uns. Spannendes Neuland. Nicht nur musikalisch, sondern auch unsere Herangehensweise betreffend. Plötzlich wird viel genauer geschaut, wie gut neue Ansätze, einzelne Teile, Stilmittel oder auch ganze Songs in den Gesamtrahmen passen, den wir uns vorstellen. Wir sind definitiv kritischer, fast schon vorsichtig und darauf bedacht, möglichst wenig Monotonie aufkommen zu lassen und andererseits aber auch musikalisch nicht zu sehr aus dem Ruder zu laufen. 

Als das Vorhaben stand, endlich ein Album zu schreiben und aufzunehmen, war das erste, was wir gemacht haben, uns hinzusetzen und und fest zu legen, in welche Richtung das Ganze überhaupt gehen soll. Kein Konzept im klassischen Sinne (Coheed&Cambria und Thrice sind die einzig mir bekannten Bands, die das in den letzten Jahren wirklich gut umgesetzt haben. Aber das nur am Rande). Eher eine Sammlung von Eckpunkten, an denen wir uns beim Schreiben orientieren wollen. Wir haben bisher immer wieder dazu geneigt, uns musikalisch etwas treiben zu lassen, was zwar viele Lieder hervorgebracht hat, die ich bis heute gern spiele und höre, die aber zusammen genommen doch mitunter fast schon zu heterogen sind. 

Was kann man also auf dem Album erwarten? Mit Scheinriese (welcher auf der Scheibe landen wird - so viel kann man wohl verraten) haben wir einen Vorgeschmack gebracht, der eigentlich schon mal einen recht guten Überblick darüber verschafft, wohin die Reise gehen soll. Insgesamt könnt Ihr ein Repertoire erwarten, das aggressiver und härter ist, als das bisher aufgenommene. Ich bin jetzt mal tollkühn und sage (sehr leise und ganz vorsichtig), dass Arrangements und Sound einen Hauch mehr Metal eingeflößt bekommen. Allerdings will ich an dieser Stelle kein zu genaues Bild zeichnen. Sonst werde ich wieder angeschrien (“Du lügst!!!”) oder so. Außerdem ist es einfach noch zu früh und das bisher komponierte Material noch viel zu ungeschliffen. 

Lediglich das Vorhaben, mit deutschen Texten weiter zu machen, ist definitiv in Stein gemeißelt. Und da ich mittlerweile schon öfter danach gefragt worden bin, merke ich an dieser Stelle auch an, dass es komplett auf deutsch sein wird. Ein mehrsprachiges Album haben wir von vornherein ausgeschlossen.

So viel erstmal für den Moment. 

Habt noch ein schönes restliches Wochenende und lasst es Euch gut gehen.

hegdl,

Kim

Find the drummer!

Find the drummer!

Scheinriese Lyrics

Ein Blick nicht länger distanziert

Du bist keine Fata Morgana
Doch die Wahrnehmung ist hier in die Irre geführt
Und ich bleib hier stehen
Und ich bleib hier stehen
Du seist harmlos, harmlos
Doch was soll mein Instinkt glauben
Wenn alles was du sagst dich zum Feind deklariert

Ich bleib hier stehen
Lass mich was Wahres sehen
Ich bleib hier stehen
Lass dich
Lass mich nicht untergehen

Der Augenblick in dem sich unsere Blicke kreuzen
Dein Schauspiel ist mir nicht nützlich
Was ich suche ist dein Herz
Aber ich weiß: Du wirst kleiner je näher du mir kommst

Ein Blick nicht länger distanziert
(Hab keine Angst, ich hab keine Angst)
Und ich bleib hier stehen, regungslos
Dein Antlitz endlich sehen
Unmaskiert
So unberührt
Und definiert
Die Wärme die du spürst
Ist das Wahre, das du fühlst

Herrscher einer Künstlichkeit

Du bist keine Fata Morgana
Meine Wahrnehmung ist auf deinen Blick konzentriert
Alles was du zeigst ist deine Silhouette
Alles was du sagst ist Etikette

Deine Schau ist mir nicht nützlich
Was ich suche ist dein Herz

Ein Blick nicht länger distanziert
(Hab keine Angst, ich hab keine Angst)
Und ich bleib hier stehen, regungslos
Dein Geheimnis nun verstehen
Unmaskiert
So unberührt
Und definiert
Die Wärme die du spürst
Das Wahre, was du fühlst

Lass mich nicht untergehen